Wie ein kleines „f" das große „F" übernehmen wollte oder warum der VFB nicht zum VfB wird

Andreas Hohls • 26. Februar 2024

Der Versuch des Fußballbusiness, den Box-Sport zu vereinnahmen

Ja, die Frage „VFB zum VfB“ stellte sich tatsächlich dieser Tage und lag dem ‚Verein für Boxsport e.V.‘ (VFB) in seiner Jahreshauptversammlung am 21. Februar 2024 zur Abstimmung vor.

Der VfB - mit ca. 1200 Mitgliedern - hatte dem deutlich kleineren VFB mit seinen 238 Mitgliedern ein Übernahmeangebot mit zwei verschiedenen Verfahrensvorschlägen vorgelegt. Eine genauere, auch rechtliche Prüfung brachte allerdings zu Tage, dass das mit den Ansprüchen, den Ab- und Ansichten der VFB-Boxer nicht in Einklang zu bringen war.

Zudem erinnerten sich VFB-Mandatsträger und ältere Aktive nur zu gut an die Zeit um das VfB-Insolvenzverfahren 1999/2000, als ein Fußballprofi mit seinem Anwalt in der Bank erschien und unter dem Titel der gesamtschuldnerischen Haftung die noch vorhandenen 8.000 DM (umgerechnet ca. 4.000 Euro) vom Ringerkonto der damaligen VfB-Abteilung pfändete. Die Boxabteilung hatte sich zuvor finanziell in Sicherheit gebracht, löste sich vom Verein auch deswegen und ging vor über 20 Jahren in die erfolgreiche, eigenständige Neugründung.

Sicher hätte es dem zur Zeit in der öffentlich-kritischen Betrachtung stehenden VfB e.V. in Bezug auf die Imagebildung gut zu Gesicht gestanden, den Zuwachs an 238 VFB-Mitgliedern melden zu können, sowie den Anschein eines Interesses an dem weit gefächertem Sportangebot des VFB zu zeigen. Zur Zeit beherrscht eben das Thema Stadionneubau" die Schlagzeilen, da die Stadt mit Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) der VfB Fußball GmbH ein Multi-Millionen-Stadion mit Steuergeld bauen will.

Den Schritt lehnten die klugen Boxer indes ab und bestimmen lieber die Geschicke Ihrer Sportart weiterhin selbst, auch wenn es in Bezug auf Hallenzeiten vorn und hinten nicht reicht. Ein großes Problem für die Sportler.

von Klaas Brümann 18. Februar 2026
Eigentlich sollte die Eröffnung doch im März 2026 sein. Das ist offensichtlich nichts geworden - und wir sollten weiter alles tun, damit es nie was wird.
Besser Breitensport statt Berufsfußball
15. Februar 2026
Lassen Sie sich das nicht gefallen! Noch können Sie einen Stadionneubau auf Kosten der Steuerzahler*innen verhindern. Unser Call2Action: Mischen Sie sich ein!
„Muss für ein weiteres Stadion in Oldenburg im Haushalt an anderer Stelle gespart werden?“
von Klaas Brümann 13. Februar 2026
Der Vergleich mit dem Gesamthaushalt von 880 Millionen Euro ist bei den Politikern der „Stadionkoalition“ beliebt, aber absolut unsinnig.
Beihilfen für die Fußballindustrie
von Klaas Brümann 10. Februar 2026
Fußballunternehmen konkurrieren um die lukrativen Ligen. Die städtische Finanzierung der Stadien verzerrt den wettbewerb um Talente und Sponsoren.
wie der Medienpartner Druck macht, damit Oldenburg Geld für das VfB-Fußball-Stadion locker macht.
von Klaas Brümann 2. Februar 2026
Statt unserer Formulierung „1.000 gute Gründe die Stadionpläne zu begraben“, suggeriert die NWZ, wir behaupteten 1.000 Personen protestierten gegen den Stadionbau.
Weihnachtssingen im Stadion
von Klaas Brümann 19. Dezember 2025
Osnabrück und Oldenburg haben entschieden, die Stadien für den gewerblichen Unterhaltungsfußball zu subventionieren.
Die Bürgerbeteiligung führte zu einer großen Zahl an Einwänden und eckte Planungsmängel auf
von Klaas Brümann 4. Dezember 2025
Die Bürgerbeteiligung führte zu einer großen Zahl an Einwänden und deckte Planungsmängel auf.
von Andreas Kölling 8. Oktober 2025
Sie haben das Wort. Sie können Ihre Einwände gegen das unsinnige Stadionprojekt vorbringen. Gemeinsam sind wir stark!
Kröte
von Klaas Brümann 7. Oktober 2025
Für ein unnötiges Stadion mit einem fragwürdigen Entwässerungskonzept sollen drei innerstädtische Biotope plattgemacht werden.
Demokratie ist kein Zuschauersport
von Andreas Kölling 5. August 2025
Untaugliche Emotionskampagne gegen angeblich antidemokratische Bürgerinitiativen.
Weitere Beiträge